Claudia Masthoff Redaktion
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Beiträge von Claudia Masthoff

    Ich habe eine neue Lieblingszutat für diverse Gerichte: gekochte ganze Getreidekörner. Von denen stelle ich immer gleich einen kleinen Vorrat her. Koche eine Mischung aus Solawi-Roggen, Solawi-Weizen, Hafer und einem Teil kleinen schwarzen Linsen im Schnellkochtopf. (Gerste wäre auch noch prima in der Mischung). Den Vorrat bewahre ich im Kühlschrank auf. Morgens ersetzen mir die Körner die Flocken. Mit Saaten und Obst (derzeit Apfelmus und Brombeerkompott), GEwürzen, einem klein bisschen heißem Wasser - lecker! Mittags wandern Körner in Suppen und Eintöpfe, kommen als Sättigungsbeilage in Gemüsepfannen oder dienen (wie sonst zum Beispiel Bulgur) als Salatgrundlage.

    Probiert es mal aus. Ich finde, diese Körner haben eine ausgesprochen zufriedenstellende und erdende Wirkung!

    DErzeit bin ich quasi missionarisch, was die vollwertige Pflanzenkost angeht, unterwegs. Würde ich auch jederzeit bei Reiz-Darm-Syndrom zum ausprobieren empfehlen.:S (Dr. Michael Greger, "How not to die")

    Mir wird in letzter Zeit immer mehr bewusst, wie kostbar unser Wasser ist. Wasser ist die Grundlage allen Lebens auf der Erde, und in mir wächst sowohl eine große Wertschätzung für dieses wunderbare Element, wie auch Sorge, wenn ich sehe, wie unbewusst und verschwenderisch wir mit dieser Ressource umgehen.

    Das hat sich jetzt auch auf mein Alltagsverhalten ausgewirkt. Seit einiger Zeit fange ich Brauchwasser auf und nutze es für die Toilettenspülung. Ein Eimer steht in der Dusche und bekommt von meinen Duschbädern auch ein bisschen was ab. Das meiste fange ich jedoch in der Schale, die in meiner Küchenspüle steht, auf. Eben schnell die Hände abspülen, eine Tasse auswaschen, das Einweichwasser der Bohnen abkippen... Ich staune, wieviel da zusammenkommt.

    Gleichzeitig finde ich es zunehmend bescheuert, Toilettenpapier über die Kanalisation zu entsorgen. Vom Material her passt es viel besser zum Restmüll, der ja verbrannt wird. Im Abwasser zwingt es uns mit mehr Wasser nachzuspülen, als sonst nötig wäre. Denn dass vor lauter Wassersparen die Rohre verstopfen, ist ja auch nicht Sinn der Sache. Also bei mir steht jetzt jedenfalls ein kleiner Badezimmereimer neben der Toilette, ausgekleidet mit Brötchentüten, die mir immer wieder zulaufen, und ich fülle ihn mit den relativ sauberen Toilettenpapierblättern, vom "Abtrocknen" nach dem Pinkeln. :) Habt ihr auch noch Ideen?

    Hallo Monika, dein Beitrag hat mich neugierig gemacht. Auf dich, deine Motivation und dein Buch. Ich hätte richtig Lust, ein Interview mit dir für das Forum zu führen. Du wohnst ja ganz in der Nähe. Das würde es leicht machen. (Komme selbst aus Rinteln). Was meinst du?

    Gerade lese ich "Im Grunde gut - eine neue Geschichte der Menschheit" von Rutger Bregman. Und ich bin begeistert. Es ist, als ob sich derzeit Puzzlestück für Puzzlestück das Wissen für ein neues Zusammenleben von Menschen, Menschen und Tieren und Menschen und Mutter Natur zusammenfügen würde. Rutger Bregmans Puzzlestück setzt sich mit der Natur des Menschen auseinander und er kommt zu der Erkenntnis, dass "nicht Argwohn und Egoismus (...) den Fortschritt der Menschheit ermöglicht haben, sondern Vertrauen und Kooperation." Seine These: Es braucht keine von oben durchgesetzte Disziplin und Ordnung, um die "schlechte menschliche Natur" in Schranken zu halten, wie Herrschende auf der ganzen Welt nicht müde werden zu betonen. Wenn man die Menschen lässt, entwickeln sie Umsicht, Hilfsbereitschaft, Einsicht und unterstützen sich untereinander und auch die Welt.

    Ganz toll der Schreibstil. Einfach und gut lesbar. Super, diese jungen Leute heute (der Autor ist Jahrgang 1988) :) Und besonders befreiend fand ich das kritische Hinterfragen von Untersuchungen und Experimenten, die unser Denken die letzten Jahrzehnte so traurig geprägt haben: kennt ihr sie auch? Das Bestrafungsexperiment mit angeblichen Stromstößen? Das Gefängnisexperiment, bei dem ganz normale Studenten angeblich zu Monstern geworden sind?

    Fazit: absolut empfehlenswert!

    Also ich habe jetzt immer etwa eine 0,75 L Flasche Brottrunk für meinen 10 Liter-Eimer Bokashi verwendet. Habe die kleingeschnittenen Gemüseabfälle mit einem ordentlichen Schluck übergossen und vermischt, bevor ich sie in den Eimer tat. Tatsächlich haben auch einmal Fäulnisbakterien die Oberhand gewonnen, und ich musste den Inhalt entsorgen. Wenn ich aber nicht zu sparsam mit dem Brottrunk bin, klappt es.

    Und es gibt schon die ersten positiven Ergebnisse: Das Beet, in dem ich im Winter Bokashi mit Erde vermischt aufgebracht habe, erweist sich als sehr fruchtbar. Ungeplant ist dort auch ein Kürbissamen, vermutlich aus den Gemüseabfällen, zu einer sehr stattlichen Pflanze herangewachsen.

    PS: Schaufel und Gabel ist ein schöner Name und das Emblem gefällt mir auch sehr gut!:)

    Lieber Philipp, auch unser Gärtner findet das Filmprojekt gut. Er bietet an, dass ihr auch hierher kommen könntet, wenn ihr noch Material braucht. Sein persönliches großes Anliegen ist der Zusammenhang von Landwirtschaft und Naturschutz. Das Streben nach Artenvielfalt, Erhalt der Lebendigkeit von Boden und Planet sind für ihn nicht nur Schlagworte, sondern tiefe Sehnsucht.