Kim Chi, koreanisches eingelegtes Gemüse

  • Mich hat gerade das Thema Fermentieren gepackt. Mein erster selbstgebastelter Bokashi-Eimer ist gefüllt!, und Versuche, Gemüse mithilfe von Milchsäurebakterien schmackhaft, gesund und haltbar zu machen, sind mein zweites Projekt. Mit diesem Kim Chi Rezept hat das sehr gut geklappt. Und außerdem passt es zur Jahreszeit. Die meisten benötigten Zutaten dürften unsere nächsten Kisten füllen.


    Zutaten für den ersten Tag:

    2 Chinakohl oder ein kleiner Weißkohl. Spitzkohl geht auch

    500 g Möhren

    2 rote Paprika

    3 Stangen Porree


    dazu bliebig nach Geschmack: Kohlrabi, Zucchini, Fenchel


    Alles Gemüse waschen. Den Kohl (und Fenchel) fein raspeln. Möhren, Paprika (Kohlrabi, Zucchini) in schmale Stifte schneiden. Den Porree in ganz feine Scheiben.


    Salz


    In eine große Schüssel wird jetzt eine Lage Kohl gegeben und ein kleiner Teelöffel voll Salz darübergestreut. Dann kommt eine Lage gemischtes Gemüse darüber. Und wieder eine Lage Kohl und der Teelöffel Salz. Bis alles in der Schüssel ist. Die letzte Lage sollte Kohl sein.

    Dann wird ein Teller gebraucht, der etwas kleiner ist als die Schüsselöffnung. Den legt man auf das Gemüse und beschwert ihn zusätzlich mit einem schweren Gegenstand. Das unterstützt das Zusammensacken der Masse. Wie beim Sauerkraut zieht das Salz die Flüssigkeit aus dem Gemüse und setzt den Milchsäuerungsprozess in Gang.

    Die Schüssel wir an einem ruhigen Ort 24 Stunden stehengelassen.


    Zutaten für den zweiten Tag:

    1-3 Knoblauchzehen

    1 klingfingergroßes Stück Ingwer

    1-2 Teelöffel Chillipulver

    evt. etwas Curry, Kreuzkümmel oder Kümmel


    Knoblauch und Ingwer ganz klein schneiden. Das Gemübse mit den Gewürzen, dem Ingwer und Knoblau gut mischen. Wieder mit dem Teller abdecken und weitere 24 Stunden stehen lassen.


    Am nächsten Tag kann es in Gläser gefüllt werden. Gut verschließen und darauf achten, dass es keine Lufteinschlüsse gibt.

    So ist das Gemüse, wenn alles gut gegangen ist, mindestens drei Monate im Kühlschrank haltbar. Es kann aber auch gleich verzehrt werden!

    Koreaner essen es zu Reis, Fleisch, Fisch, sogar zum Frühstück. Mir schmeckt es gut zu einer Butterstulle. Es ist gesund, weil die Vitamine erhalten bleiben und es unterstützt die Darmflora.


    Wichtiger Hinweis:

    Wenn ihr am zweiten Tag das Gemüse umrührt und auch beim Umfüllen in die Gläser, nehmt Holz-, Keramik- oder Plastiklöffel. Metall würde die Magie der Chemie verderben.

  • Danke für dein Rezept. Ich beschäftige mich aktuell auch mit dem Thema fermentieren und werde in den kommenden Monaten "sämtliches" ausprobieren. Sobald ich schmackhafte Rezepte erprobt habe, lasse ich euch teilhaben.