Ein Leben ohne Müll, geht das?

Laut Umweltbundesamt entstanden im Jahr 2000 noch 458 kg Abfall pro Kopf und Jahr, im Jahr 2016 waren es schon 565 kg. Die Gründe dafür sind vielfältig: Heute gibt es mehr Singles, die zum Beispiel bei Lebensmitteln kleinere Portionen statt großer Packungen kaufen. Auch die Beliebtheit von „ToGo Produkten“ und der wachsende Versandhandel lassen die Verpackungs- und damit die Müllmenge steigen. Schließlich führen immer komplexere und damit materialaufwändigere Funktionsverpackungen zu mehr Abfall. Doch nicht nur Verpackungen verursachen Abfall! Durch den stetig steigenden Konsum sammeln wir alle immer mehr Dinge in unseren Haushalten, die dann letztlich immer zu Abfall werden. Egal ob wir uns für eine neue Hose oder eine moderne Couchgarnitur entscheiden, das Alte muss weg und wird entsorgt. Das Bestreben von Industrie und Handel ist es, uns zu motivieren, immer schneller und vielfältiger zu konsumieren. In der Mode gibt es heute beispielsweise den Begriff der „Fast Fashion“. Hierbei wird die Anzahl der Kollektionen von ursprünglich zwei im Jahr (Frühjahr/Sommer und Herbst/Winter) auf bis zu 24(!) erhöht. Ziel ist es immer neue Modetrends im 2-Wochen-Rhythmus anzubieten, um den Konsum anzukurbeln. Dabei spielt die Qualität der Produkte nur noch eine untergeordnete Rolle. Ein Kleidungsstück muss und soll ja schließlich nicht lange genutzt , sondern durch etwas Neues ersetzt werden. Ähnliche Entwicklungen sind leider auch in anderen Konsumbereichen zu beobachten.

Keine Bewegung ohne Gegenbewegung

Viele Menschen beginnen heute, sich kritisch mit dem gängigen Konsumwahn auseinander zu setzen. Das Bewusstsein über den Zusammenhang zwischen übermäßigem Konsumieren, einem Leben, dass vor allem um Dinge kreist, und Abfallproduktion wächst. Am konsequentesten setzt sich die sogenannte „Zero Waste Bewegung“ mit diesem Thema auseinander. Die Vision der Anhänger dieser Bewegung ist ein Leben ganz ohne Müll. Würde ich so leben wollen, fragt man sich unwillkürlich, wenn man Berichte über diese Aktivisten liest. Die Antwort auf diese Frage wird häufig sein: Nein, das ist nichts für mich, da muss man schon Idealist sein – visionär und radikal! Und das ist, so denke Ich, auch nicht verwerflich. Die Welt braucht nicht eine Handvoll „Zero Waste Idealisten“, sondern viele Menschen, die sich täglich mit einzelnen Aspekten und Ideen dieser Bewegung identifizieren können. Wenn viele die von ihnen produzierten Abfallmengen ein wenig reduzieren, bringt das mehr, als wenn wenige Menschen gar keinen Müll mehr produzieren. Um zu zeigen wie das funktionieren kann, möchte ich ein Prinzip beschreiben, das Denkanstöße zu einem veränderten Konsumverhalten und Anregungen zur Abfallreduktion gibt. Betonen möchte ich, dass es nicht Ziel ist, auf alles zu verzichten. Es geht dabei vielmehr um verantwortliches und intelligentes Handeln, immer auch mit der Frage nach der Sinnhaftigkeit unseres Konsumverhaltens im Hinterkopf. Dieses Prinzip wird als das „5R-Prinzip“ bezeichnet. Dabei steht jedes der fünf „R“ für einen englischen Begriff. Im täglichen Handeln wird jedes der 5 R als „Regel“ in einer vorgegebenen Reihenfolge berücksichtigt. Doch was sind das für Begriffe und was bedeuten diese konkret?

1. Refuse – Zurückweisen – Einfach drauf verzichten!

Im ersten Schritt verweigert man alles, was nicht unbedingt gebraucht wird. Bei allen Dingen, die zum Konsum angeboten werden, überlegt man, welche Dinge eigentlich unnötig in unserem Leben sind, und verweigert diese konsequent. Der größte Hebel bei der Müllvermeidung ist es also, unnötige Produkte erst gar nicht zu kaufen oder zu benutzen. Idealerweise führt dies dazu, dass solche Dinge dann mangels Nachfrage gar nicht mehr produziert werden. Dieses Ideal kann selbstverständlich nur durch kollektives Verhalten erreicht werden. Beispiele hierfür sind Werbeprospekt, Gratismuster, Kassenquittungen, Werbegeschenke oder eine Vielzahl von Einwegprodukten und -verpackungen. Doch wie schafft man es im Alltag, unnötige Dinge zurückzuweisen? Hierzu ein paar Anregungen:

Tipps für`s Einkaufen

Macht euch, wenn es um Dinge des täglichen Bedarfs, also Lebensmittel oder Hygieneartikel geht, eine Einkaufsliste. Auch ein Wochenplan, in dem ihr festlegt, was auf den Tisch kommen soll hilft. Das hilft euch an verführerischen Sonderangeboten und geschickt platzierten Produkten, die dem Kunden sofort ins Auge und damit oft unbewusst auch in den Einkaufswagen fallen, vorbei zu manövrieren.

Auch bei größeren Anschaffungen gilt es Spontankäufe zu vermeiden. Macht es euch zur Gewohnheit, jede Konsumausgabe in Höhe von bis zu 50 € mindestens 30 Minuten „sacken“ zu lassen. In dieser Zeit sollte man sich die Frage stellen: „Brauche ich das wirklich und macht mich das langfristig glücklicher?“ Erst wenn ich nach dieser Wartezeit immer noch vom Kauf überzeugt bin, sollte ich auch kaufen. Bei teureren Anschaffungen sollte man die Wartezeit angemessen verlängern. Also auf einige Tage oder sogar Wochen.

Verpackungen

Bei Verpackungen gilt die Faustregel: Mehrweg vor Einweg, Großverpackung vor kleineren Einheiten, wiederverwertbare oder biologisch abbaubare Verpackungen vor Kunststoffen. Optimal wäre natürlich, in einem der sogenannten Unverpackt-Läden einzukaufen, die es jedoch noch nicht überall gibt. Doch schon der Einkauf auf dem Wochenmarkt spart Verpackungen. Sich einer Solawi anzuschließen hilft auch. Und ein kleiner Schritt in die richtige Richtung liegt bereits darin, wieder die gute alte Einkaufstasche zu benutzen.

Online-Shopping

Das Einkaufen im Internet produziert Abfall (und Transportkosten) ohne Ende. So praktisch es ist, vom Sofa aus per Mausklick die begehrten Produkte zu ordern, gerne auch in mehrfacher Ausführung - man kann ja, was nicht gefällt problemlos zurückgehen lassen - lasst einfach die Finger davon und seht zu, dass ihr die Dinge in einem Laden vor Ort bekommt. Ausnahmen könnten größere Gebinde bestimmter Produkte sein, wenn die in umweltfreundlicher Verpackung bei auf nachhaltigen Versand spezialisierten Online-Shops zu besorgen sind.

Strom

Energie und besonders Strom ist in der modernen Welt existenziell. Ein Verzicht also nicht möglich. Aber man kann bewusst auf Strom verzichten, der den langlebigsten Müll auf diesem Planeten verursacht. Atomstrom! Ein Umstieg auf zertifizierten Ökostrom, mit der Anbietergarantie, dass er die Kapazitäten weiter ausbauen wird, könnte hier die richtige Entscheidung sein.

2. Reduce – Reduzieren – Wenn wir nicht verzichten können, dann einfach reduzieren!

Bei allen Dingen, die wir nicht zurückweisen können oder wollen, geht es in einem zweiten Schritt darum, unseren Verbrauch zu verringern. Hilfreich ist es, beim Einkauf von Dingen, auf die wir nicht verzichten möchten, dem Grundsatz Qualität vor Quantität zu folgen. „Reduce“ fordert uns auf, den eigenen Lebensstil auf das Wesentliche zu konzentrieren. Das ist nicht immer leicht, vermeidet aber viel Müll und schafft Platz in der Wohnung und unterstützt uns darin, das für uns Wesentliche überhaupt erstmal zu entdecken. Auch hierzu ein paar Denkanstöße und Herausforderungen:

Reinigungsmittel

Ein gutes Beispiel für Produkte, auf die niemand verzichten kann oder möchte, sind Reinigungsmittel. Viele von uns haben ein Arsenal von Spezialreinigern für Bad, Küche, Fenster und vieles andere. Doch eigentlich reicht eine Handvoll Hausmittel, um die komplette Wohnung sauber zu halten. Auf dieses Thema werde ich in einem weiteren Forumsartikel noch einmal genauer eingehen.

Haushaltsgeräte

Viele elektrische und nicht elektrische Haushaltshelfer sollen uns das Leben im Alltag erleichtern. Doch braucht man tatsächlich für jeden Anwendungsfall ein Spezialwerkzeug oder ein elektrisches Gerät? Wenn wir ganz ehrlich sind, verstauben die meisten Gegenstände in Schränken oder Schubladen. Die meiste Zeit benutzen wir immer die gleichen Dinge. Sei es unser Lieblingsmesser oder die immer gleiche Kaffeetasse. Sicherlich lässt sich hier einiges aussortieren. Mit dem Verkauf dieser Gegenstände kann man den einen oder anderen unnütz ausgegebenen Euro zurückbekommen. Aber auch das Verschenken kann eine Option sein. Am wichtigsten ist es jedoch, nichts Unnötiges neu zu kaufen!

Effiziente Nutzung und Teilen von Ressourcen

Ein weiterer Ansatz, der hilft, Müll zu reduzieren, ist die effiziente Nutzung von Ressourcen. Hierzu zählt die Verwendung von langlebigen Produkten, die vielleicht sogar über Generationen verwendet werden können. Früher war dies eine Selbstverständlichkeit. Ein modernerer Ansatz ist das Teilen von Dingen, das sogenannte „Sharing Economy“ . Hier werden teure Produkte, wie zum Beispiel Autos, mit anderen Menschen gemeinsam genutzt. Das macht auch bei einfachen Dingen, die selten benötigt werden, Sinn. Eine Leiter, Bohrmaschine oder eine hochwertige Spiegelreflexkamera für Freundeskreis oder Nachbarschaft anzuschaffen, hat viele Vorteile.

3. Reuse – Wiederverwenden – Alles was wir nicht verweigern oder reduzieren können möglichst oft verwenden!

Alles, was einen Weg in unser Leben gefunden hat, sollte hier so lange wie möglich sinnvoll genutzt werden, damit die aufgewendeten Ressourcen in einem guten Verhältnis zum erbrachten Nutzen stehen. Kurz gesagt: Die Lebensdauer unserer Gegenstände wird verlängert, indem wir sie so oft wie möglich wiederverwenden. Wie kann das konkret aussehen?

Mehrweg statt Einweg

Beim Thema Mehrweg geht es nicht nur allein um das Thema Verpackungen. Es gibt auch reichlich Einwegprodukte, wie das derzeit in den Medien häufig erwähnte Einweggeschirr, -besteck oder auch Strohhalme, die wir konsumieren. Vermeidbare Produkte, die aber nur die Spitze des Eisbergs darstellen. Wenn wir uns in unserem Alltag umschauen, finden wir etliche Dinge, die nur zum einmaligen Gebrauch gedacht sind. Da gibt es Wattepads und Küchenrollen, die beide leicht durch eine alternative aus Stoff ersetzt werden könnten. Es gibt die unzähligen Batterien, für die man besser langlebigere Akkus einsetzen sollte.. Mittlerweile gibt es sogar Gesellschaftsspiele, die nur einmal gespielt werden können, da das Spielen zur Zerstörung des Spielmaterials führt. Bei all diesen Produkten, die wir in unserem Alltag finden, sollten wir uns die Frage stelle: „Gibt es hier nicht eine Mehrwegalternative?“ Ich war überrascht, wie oft ich diese Frage mit „ja!“ beantworten konnte.

Hochwertige Materialen und Produkte

Ein hochwertiges, langlebiges Produkt, an dem wir ungetrübt Freude haben können, muss zwei Bedingungen erfüllen: sein Ausgangsmaterial sollte von hoher Qualität sein und bei der Herstellung sollte der Aspekt von Reparaturfreundlichkeit berücksichtigt worden sein. „Gibt es langfristig Ersatzteile?“ und „Kann man Verschleißteile, wie zum Beispiel Akkus, problemlos tauschen?“ sind wichtige Fragen, die man beim Kauf ansprechen sollte. Entscheidet man sich für hochwertige Materialien oder Produkte, gibt man zwar zunächst mehr Geld aus, das macht sich aber durch die längere Haltbarkeit immer bezahlt. Wie sagte mein Schwiegervater: „Wir sind viel zu arm, als dass wir uns etwas Billiges kaufen könnten!“

Alternativverwendung

In einigen Fällen lässt sich die Lebensdauer eines Produkts nicht nur durch die Reparatur verlängern. Manchmal ist eine Alternativverwendung die Lösung. Eine kaputte Jeanshose kann beispielsweise durch das Abschneiden der Hosenbeine ein zweites Leben als kurze Hose bekommen. Aber auch eine Zweckentfremdung am Ende der Produktlebenszeit ist denkbar. So kann ein Eierkarton nach (mehrfacher) Benutzung trotz Beschädigung noch als Pflanzenanzuchtbehälter für die nächste Gemüseaussaat benutzt werden.

Gebraucht statt neu

Bisher noch nicht erwähnt, aber eigentlich am einfachsten, ist die Verwendung bereits gebrauchter Produkte. Es bietet sich also vor einem Neukauf an, zu schauen, ob man das Gewünschte nicht auch auf dem Flohmarkt, im Second Hand Laden oder auf einer einschlägigen Internetplattform bekommt. Genauso sollte man auch die Dinge, die man selbst nicht mehr benötigt, erst einmal versuchen zu verkaufen oder zu verschenken, bevor man sie entsorgt. Das macht dann einen Neukauf an anderer Stelle überflüssig !

4. Recycle – Aufbereiten – Alles was wir nicht verweigern, reduzieren oder wiederverwenden können als Rohstoff zurückgewinnen!

Das Aufbereiten oder Zurückgewinnen von Rohstoffen ist nicht das angestrebte erste Ziel der ZeroWaste Bewegung, darum ist dies auch erst an vierter Stelle der Grundsätze zu finden, wenn man schon alles versucht hat um Abfall zu vermeiden. Dies ist darin begründet, dass Recycling nicht immer so positiv zu sehen ist, wie die meisten Menschen glauben. Recyling ist mit großem Aufwand und Ressourceneinsatz verbunden. Auch bedeutet Recycling in vielen Fällen Downcycling. Das heißt, nach dem Aufbereitungsprozess liegt ein qualitativ schlechterer Rohstoff vor, als bei der ursprünglichen Herstellung des Produkts. Im schlimmsten Fall erfolgt eine thermische Verwertung, also eine Verbrennung mit Energie als „Aufbereitungsprodukt“. Wenn man sich allerdings an die drei vorgelagerten Schritte hält und das Meiste verweigert, reduziert und wiederverwendet, sollte nicht mehr viel zu recyceln sein. Das wichtigste bei diesem Punkt ist die optimale Zuführung der Rohstoffe zum Recyclingkreislauf. Ein wesentlicher Aspekt ist hier die gewissenhafte Trennung der Stoffe. Hierzu gehört das sortenreine Einwerfen von Altglas in die entsprechenden Container oder auch die ordnungsgemäße Abgabe von Produkten auf den Wertstoffhöfen.

5. Rot – Kompostieren – Jetzt haben wir nur noch biologische Abfälle!

Was am Ende übrig bleiben sollte, sind biologische Abfälle, die sich kompostieren lassen. In Deutschland gibt es hierzu als einfachsten Weg die Biotonne, aber auch Alternativen sind denkbar. Gartenbesitzer wissen, welch wertvollen Beitrag die Düngung mit dem eigenen Kompost leisten kann. Aber auch in der Wohnung ohne eigenen Garten gibt es Möglichkeiten, die Reste von Obst und Gemüse zu verwerten. Wie das geht, werde ich in einem weiteren Forumsbeitrag behandeln.


Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ein Anwenden der 5R-Prinzipien tatsächlich zu weniger Müll führt und dass das Leben trotzdem weiterhin funktioniert! Ob es tatsächlich möglich ist, die Vision von „Zero Waste“ zu erreichen, wage ich zu bezweifeln. Aber einen wertvollen Beitrag kann jeder leisten. Es wäre toll, wenn das Umweltbundesamt in absehbarer Zeit einen Rückgang der pro Kopf Menge an Abfall in Deutschland vermelden könnte.


Gerne würde ich eure Meinung zum Thema lesen. Schreibt mir eure Kommentare mit Anmerkungen oder auch ergänzenden Ideen zu den 5R in diesem Artikel. Ich würde mich freuen!


Hier noch ein Link zum Buch von Bea Johnson, die mich motiviert hat über Müllvermeidung zu berichten:


Bea Johnson: ZERO WASTE HOME (GLÜCKLICH LEBEN OHNE MÜLL!)



Photo by Tijmen van Dobbenburgh from FreeImages

    Kommentare 3

    • Ich war gerade ein paar Tage in Österreich und habe dort unter anderem die Firma Grüne Erde besucht. Die stellen vor allem hochwertige ökologische Kleidung und Möbel her. Zum einen habe ich dort registriert, dass "korrektes" Einkaufen hochwertiger langlebiger Produkte für Menschen mit hohem Einkommen sehr viel einfacher ist, als für den Durchschnittsbürger, und somit auch für mich. Ich bin eher staunend und bewundernd durch die Ausstellungsräume mit den schönen Sachen gegangen. An Kaufen war gar nicht zu denken. Und dann kam mir noch ein Gedanke. Hier ein Sofa oder ähnliches zu kaufen, das wäre von Preis und Qualität her gesehen so etwas wie eine Anschaffung für's Leben. Wäre ich denn eigentlich bereit, mich so festzulegen? Bin ich es nicht, wie die meisten anderen, gewohnt, immer mal wieder für Abwechslung in meinem Wohnumfeld zu sorgen? Ehrlich gesagt, weiß ich das nicht so genau. Das gewohnte Konsumhaltung sitzt womöglich doch ziemlich tief.

    • Super Artikel!

      Was mir noch fehlt: unter Refuse (1.) erwähnst du, das man kaum ganz auf Strom verzichten kann. Seh ich auch so. Aber Energie ist meiner Meinung nach ein ganz wichtiger Punkt unter Reduce (2.). Dass man Geräte nicht unnötig auf Standby laufen lässt hat sich mittlerweile herumgesprochen. Mit LED-Beleuchtung kann man auch einiges an Strom sparen. Und: muss eigentlich dauernd überall Licht an sein? Besonders viel kann man da natürlich beim Autotreibstoff sparen: wirklich genau überlegen, ob eine Fahrt sein muss, ob's nicht auch mit dem Rad geht oder etwas an einem anderen Tag besorgt werden kann, wenn man "da sowieso vorbeikommt".

      Bei den Haushaltsgeräten stellt sich für mich dann noch die Frage: muss es elektrisch sein? Brauche ich einen Mixer und einen Pürierstab oder reichen geeignete Messer? Brauche ich eine Kaffeemaschine oder kann ich auch einfach von Hand aufbrühen? Kann ich meinen Kuchenteig mit einer Gabel rühren und von Hand kneten oder brauche ich dafür eine Küchenmaschine?

      Das geht für mich bis hin zu Fragen wie: Muss ich mit dem Auto ins Fitnesscenter fahren und auf's elektrische Laufband steigen - oder könnte ich auch einfach eine Runde durch's Wäldchen laufen?

      Es gibt so viele Möglichkeiten und ich finde, es macht auch Spaß, meine Gewohnheiten zu hinterfragen und immer mehr zu entdecken, was ich alles nicht brauche, was mich gar nicht zufriedener macht. Was mich dagegen wirklich glücklich macht: Von Zeit zu Zeit eine Kiste mit aussortierten Sachen vor die Tür stellen mit einem "Zu Verschenken"-Schild und sehen, wie binnen kurzem alles weg ist, Geschirr, Fahrrad, Bücher, Spielzeug, Blumentöpfe....

      • Hallo Tine,


        vielen Dank für das Feedback! Das sind tolle weitere Beispiele, die du nennst. Auch zeigt es, dass die einzelnen Schritte der 5R Methode sehr individuell mit "Leben" gefüllt werden kann. So wie du es schreibst, es gibt viele Möglichkeiten, die eigenen Gewohnheiten zu hinterfragen. Jeder wird hier etwas passendes finden. Viel Spaß bei deinen weiteren Schritten. Ich bin auch schon gespannt, was ich für mich als nächstes identifiziere, um weniger Müll zu produzieren.

        ;-)